Alle Artikel mit dem Schlagwort: bio/organic

The Cleo Collection

This posting is in English and German. Dieser Blogeintrag ist zweisprachig verfasst. When Rae from Made by Rae asked me to join the Cleo Skirt Showcase, I was all in. (I mean it: ALL IN.) Because I know her patterns. Because I was in the mood for more than one piece. Because I’m sometimes a crazy lady. Say hi to my Cleo Collection! Als mich Rae von Made by Rae gefragt hat, ob ich Lust habe, an der Cleo Skirt Designtour teilzunehmen, war ich sofort dabei. Und zwar so richtig. Mir war schnell klar, dass das eine Chance war, eine kleine, feine Mini-Kollektion für mich zu nähen.  Step 1: I went through my tiny-winy fabric stash (just kiddin‘!) and picked three beautiful wovens for to soon-to-be-sewn skirts. I also found three matching organic knits and bindings by Nosh. My idea was a mix and match collection, easy-breezy for summer, but still a bit elegant. The blue fabrics are both from Dashwood Studios London (Paper Meadow Collection by Jilly P.). The burgundy fabric is by Anna …

Free Hugs und ein Gewinnspiel

Hallo! Sagt mal, ist Euch auch so heiss wie mir? Ich schmilze gerade. Ungefähr so müssen sich Kellerasseln fühlen, denen man den das Dach über dem Kopf (den Stein über den Fühlern) wegzieht. Und weil wir alle kollektiv schwitzen, dachte ich, ich zeige Euch doch mal schnell mein (momentan) allerliebstes Sommershirt-Schnittmuster: das Dartmouth Top von Cashmerette.

Betonliebe

Ich bemühe mich immer um passende Fotohintergründe. Bunte Hauswände, Container und Holzscheunen. Ihr kennt das schon. Am liebsten mag ich aber den Industrie-Chic nackter Betonwände. Oftmals passt das raue, ungeschönte Grau aber nicht zum Nähwerk. Manchmal aber eben doch.

Nore und Nosh

 Ich glaube, ich besitze alle Compagnie M. – Schnittmuster. ALLE. Ich liebe die Charles Pants, bekomme beim Ileana Dress Herzchen in die Augen und könnte den Julia Sweater in Endlosschleife nähen. Und jetzt das: Marte, die eigentlich auf Webwarenschnitte spezialisiert ist, haut mit dem Nore Dress einen genialen Jersey-Schnitt raus.

Coffee+Thread Tour 2017

This post is in English and German.  Dieses Posting ist zweisprachig verfasst, auf Englisch und auf Deutsch.   When Olga from the American indie label „Coffee+Thread“ calls, I have to follow. It’s as easy as this. I love her designs (and I kind of love Olga, the mom of four, who has a great sense of humor). No surprise that I have almost sewn all her patterns – except the Ila Dress. The decision to sew one up for her big Coffee+Thread tour was easily made. Ila has that special 1960 attitude: A-line, no ruffles (yay!) and stylish little front pockets. Wenn Olga, die Designerin des amerikanischen Indie Labels „Coffee+Thread“ eine grosse Blogtour veranstaltet, dann muss ich einfach mitmachen. Ich mag ihre Schnitte total gerne (und ich mag Olga und ihren unerschütterlichen Humor… so muss man wohl sein, wenn man vier Kinder hat). Ich habe schon fast alles von ihr genäht, bis auf das Ila Kleid. Das ist ein relativ einfacher Schnitt, A-Linie, Sixties, kein Gerüschels (yay!) und coole Taschen.

Fifties forever!

In meiner privaten Zeitrechnung gibt es ein Leben vor dem Nähen – und eines seitdem. Früher stand ich regelmässig in grell ausgeleuchteten Läden und träumte von Klamotten in „meinen“ Farben und meiner Grösse. Der Aufprall auf dem Boden der Tatsachen war jeweils hart: Ich habe oft schlecht sitzende Teile in Kompromissfarben („Schwarz steht allen“) gekauft. Die Alternative wäre ein Heulkrampf in der Umkleidekabine gewesen. Eben.

Sommersweat und Wickelshirts

 Wie oft kommt in unserer Branche ein wirklich innovatives Produkt auf den Markt? Ein Stoff, der sich wohltuend von Altbekanntem abhebt? Nicht oft, sage ich euch, nicht oft. Mit dem neuartigen Sommersweat, den es seit gestern zu kaufen gibt, ist dem Stoffbüro (mal wieder) ein grosser Wurf gelungen. Wenn dieser Biostoff kein Klassiker wird, dann weiss ich es nicht…

Frühlingserwachen

Ich habe den Winter sooo satt. Her mit der Sonne, der Wärme und vor allem mit den Farben! Geht es Euch auch so? Ja? Na, dann habe ich was Schönes für Euch: die neue Frühlingskollektion des Stoffbüros ist seit wenigen Tagen online. Und da so ein Fotoshooting gemeinsam viel mehr Spass macht, haben meine Nähfreundin/Bloggerkollegin Frölein Tilia und ich wieder gemeinsam genäht und geknipst. (Bereits zum dritten Mal, siehe hier und hier.) Enjoy!

Weihnachtsmänner, so weit das Auge reicht

Yeah! Eine Woche voller inspirierender Blogposts zum Thema „Männerschnitte“ liegt hinter uns. Heute macht die Weihnachtsmannblogtour (gesponsert vom Stoffbüro) ein letztes Mal Halt: bei Sew Mariefleur gibt es einen Hoodie samt Wikinger und Hund zu bewundern, Maarika von Liivi&Liivi zeigt ein Raglanshirt, das sie für ihren Liebsten (Hannover 96-Fan) genäht hat. Wie schön, dass ich – ähm – wir auch mit von der Partie sind. Wo fange ich an? Vielleicht so: Ich habe bisher nie etwas für meinen Mann genäht. Denn: Damenschneider – Herrenschneider. Zwei komplett unterschiedliche Ausbildungsberufe, richtig? (Nicht, dass ich Schneiderin wäre, aber ich denke, Ihr seht das grosse Ganze. Ich meine, ich bin ja auch noch nie beim Bungee Springen gewesen. Und auch noch nie beim Tiefsee Tauchen. Ihr versteht, oder? 

Bordeaux-Fuchsia-Bordeaux-Fuchsia

Also wenn das hier nicht MEINE Farben sind, dann weiss ich es nicht. Ich zeige Euch heute den brandneuen Bio-Jacquard „Strickpunkt“ in der Kombination Bordeaux-Fuchsia. Jaaaa, richtig. Im Herbst gab es bereits erste Strickpunkt-Designs, exklusiv erhältlich im Stoffbüro. Die hochwertigen Jersey-Jacquards (Made in Germany by Albstoffe) kamen bei Euch so gut an, dass es nun Nachschub gibt.

Petit-a-Petit-Patterns Tour

I know, it’s been almost two weeks without a new post. Finally I can show you what I’ve made these last days. Welcome to world-famous Sewing Block Party Tour! Ich weiss, es ist schon fast zwei Wochen her seit meinem letzten Eintrag. Aber jetzt, aber jetzt, aber jetzt. Endlich kann ich Euch zeigen, an was ich in den letzten Tagen (eher: Wochen) gearbeitet habe. Herzlich Willkommen auf der weltberühmten „Block Party“, der phänomenalen Petit-à-Petit Blogtour! 31 bloggers (from all around the world) sewed up their favorite Petit à Petit patterns. It took me a while to decide what to make. Reason: Celina from Petit a Petit has designed many gorgeous patterns. After the release of her new dungarees pattern earlier this month I made my choice. Today I’m gonna show you the „Loveralls„. Den kompletten November über zeigen Euch 31 Blogger Kreationen aus den Petit-à-Petit Schnitten. Ich war bei der Auswahl echt hin- und hergerissen. Da Celina, die Designerin, ein tolles Ding nach dem nächsten raushaut, hätte ich anlässlich der Tour locker aus vier Schnitten …

Streifen machen glücklich

Hallo, ich hoffe, Ihr seid angeschnallt und habt Eure Helme aufgesetzt. Denn heute werde ich Euch flashen. Mit Fotos, mit Farben – und mit vielen, vielen Streifen. Ich präsentiere Euch die neue, wahnsinnig schöne Doppelkollektion „STREIFENLIEBE“ beziehungsweise „STRICKPUNKT“, hergestellt in Deutschland und aus 100 Prozent Biobaumwolle, kurariert vom Stoffbüro. Und weil man im Stoffbüro genau weiss, was Frauen wollen, gibt es zu allen Designs farblich passende Single-Jerseys und Bündchen dazu.     Ich könnte Euch jetzt zutexten, Euch erzählen, dass Catrin vom Stoffbüro die Stoffe auf der Schwäbischen Alb von Albstoffe hat stricken lassen. Oder, dass es neben den lieben Streifen („Streifenliebe“) auch bezaubernde Striche und Punkte („Strickpunkt“) aus Jersey-Jacquards (nach einem Design der brillianten Änni von Ännisews) gibt. Und erwähnte ich die beiden kuschelweichen Relief-Jacquards (nach einer Idee von Elle Plus), die diese Wahnsinnskollektion abrunden?      Aber nein, das mache ich nicht, denn das könnt Ihr alles hier nachlesen. Und bei Stefanie alias Frau Herzekleid erfahrt ihr alles über das neue, vielseitige Schnittmuster „Kathi“, aus dem wir (Frölein Tilia, meine Partnerin in crime, und ich) die beiden …

Sewing for Kindergarten – Blogtour

This post is in English and German.  Dieses Posting ist zweisprachig verfasst, auf Englisch und auf Deutsch.   Do you know the saying: What you see is what you get? Well, that totally fits for Eva. She has this colorful, bubbly personality, loves to talk (a lot) and has – at the age of six – more attitude than Coco Chanel. So, when Mie from Sewing like Mad asked me to join her famous „Sewing-for-Kindergarten-Tour„, I knew that I got to make more than just one outfit for my youngest daughter. We actually need tons of garments to get through one week of Kindergarten. Kennt Ihr das? Manche Menschen sehen exakt so aus, wie sie sind. Meine Tochter Eva ist so ein Beispiel. Man guckt ihr ins Gesicht und weiss schon alles. Sie ist ein fröhliches, kunterbuntes, wuseliges kleines Ding. Und obwohl sie erst sechs Jahre alt ist, macht sie bereits jetzt ähnlich viel Wind wie Coco Chanel (Gott hab sie seelig.) Erwähnte ich, dass sie qasi rund um die Uhr plappert? Keine Ahnung, von wem …

Warum ich bald noch so ein Poloshirt nähen muss

Das wird vermutlich der kürzeste Blogpost ever. Ich lasse heute lieber Bilder sprechen, statt Romane zu schreiben. Ich bin seit einigen Wochen im Probenähteam von Ki-ba-doo. Den ersten Schnitt, den ich für Claudia alias Frau Liebstes getestet habe, heisst „Liska“. (Richtig geraten, es gibt auch noch eine MALiska für Damen, aber bleiben wir beim Kinderschnitt.)  Liska ist – wie so oft bei Ki-ba-doo – ein Basisschnitt mit diversen Variationsmöglichkeiten:– normale oder Puffärmelchen– kurze, lange oder Lagenlook-Ärmel– klassischer Polokragen oder runder Kragen(Und jetzt habe ich noch kein Wort über mögliche Hacks geredet… Da ginge auch jede Menge.) Der Schnitt fällt figurnahe aus, und das ist ausdrücklich so gewollt. Ich weiss, dass nach wie vor noch viele Näherinnen auf Vorrat grösser nähen – und ich sage euch: Don’t do that! Ich finde, Kinderkleider müssen gut passen. Nichts ist schlimmer, als ein liebevoll genähtes Teil, dass dann zwei Jahre am Kind schlabbert.  Ich habe übrigens für meine Sechsjährige (!), die ca. 114cm gross ist, die 110 genäht. Bei Kindern ist immer ihr aktueller Brustumfang entscheidend. Ja, 110! Und …

Was so alles schief gehen kann

Follow my blog with Bloglovin Ich hatte mir alles so schön vorgestellt: Ich kaufe diesen wunderbaren neuen Cloud9-Voile, ich nähe daraus eine sommerliche Wanderer Tunika (neu in deutscher Übersetzung bei Näh-Connection) – und dann ziehe ich das Teil nie mehr aus. NIE MEHR.  Toller Plan. Warum dann doch einiges schief gegangen ist, möchte ich Euch heute erzählen. Das Wichtigste zuerst: Es lag nicht am Schnittmuster, denn das ist durchdacht und von der Passform her top. Nein, ich war das Problem. Ich und mein Hang zum Huddeln, wenn die Uhr tickt.  Sehr herziger Rückenverschluss. Aber schön der Reihe nach: Dieser Stoff nach einem Design von gefällt mir schon seit Monaten. Seit Cloud9 ihn zum ersten Mal auf Instagram gezeigt hatte, stand er auf meiner „haben-will-Liste“. 1,5 Meter werden sicher reichen, dachte ich mir, und setzte die Bestellung ab. Ich hätte besser mehr nachgedacht oder am besten in der Schnittanleitung nachgelesen, denn eine Wanderer Tunika in meiner Grösse ist nicht mit 1,5 Meter genäht. Aber egal, Super-Bettina biegt das wieder hin… (Fortsetzung folgt.) Beim Zuschnitt passierte dann …

Wie gut, dass niemand in den See gefallen ist

Ich weiss nicht, ob es an unserem Leitungswasser liegt, aber hier, im schönen Zürcher Oberland, wohnen mehrere Nähbloggerinnen quasi nebeneinander. Ich könnte von meinem Zuhause aus in ungefähr einer halben Stunde zu Frölein Tilia laufen. Und bei Frau Stjärnmönster wäre ich in einer Dreiviertelstunde. Selbstverständlich auch hier zu Fuss, denn wir sind hier selbstverständlich alle total beweglich und fit (Leitungswasser!) Da wir Kinder im gleichen Alter haben, ähnliche Designvorlieben teilen und – am wichtigsten – alle Drei an denselben Stellen lachen können – war es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis wir auch mal für ein Projekt zusammenspannen würden. Am Anfang stand nur eine wage Idee: Wir wollten aufeinander abgestimmte Outfits für unsere Töchter nähen. Die Mädels hatten ziemlich konkrete Vorstellungen. Sie wünschten sich spielplatztaugliche Klamotten. Also bitte keine Kleidchen… Kein Problem. Da wir Grossen gerade alle drei für Annikas Näh-Connection aktiv sind, waren die Schnitte schnell gefunden. Ihr seht drei wunderbar leichte „Wanderer“ Mädchentunika und passend dazu drei zuckersüsse Bubble-Shorts. Beide Muster gibt es exklusiv in deutscher Übersetzung bei Näh-Connection. Die Mädchentunika „Wanderer“ …

Charleys Welt

Ich möchte heute mit Euch über ausgefallene Stoffdesigns reden. Es gibt Prints, die graben sich tief in das Kulturgedächtnis einer Nation ein. Denkt nur an das Blumenmuster Unikko von Marimekko. Ganz ähnlich ist es mit den unzähligen Grafiken, die der amerikanische Illustrator und Künstler Charley Harper (1922-2007) entworfen hat. Wenn er beispielsweise einen Vogel zeichnete, dann konzentrierte er sich auf das Wesentliche: Flügel, Schnabel, Federkleid, fertig. Er setzte Farben sehr gezielt und so authentisch wie möglich ein. Bei ihm gab es weder Farbverläufe noch wimmelbildartige Details. Als der amerikanische Stoffhersteller Birch Fabrics seine erste Kollektion nach Vorlagen von Charley Harper plante, konnte noch niemand ahnen, wie gut die Prints (Baumwollwebware, Interlock, Canvas und Double Gauze) bei den Kunden ankommen würden. Zwischenzeitlich ist schon die dritte Kollektion erschienen… Erwähnte ich, wie sehr ich die Illustrationen von Harper mag? Ich habe mich für den Interlock „Tropical Fish“ aus der aktuellen Kollektion „Charley Harper maritime“ entschieden. Ihr bekommt die Stoffe zum Beispiel in der Eulenmeisterei (Silvia, die Inhaberin, mag Charley Harper auch so gerne wie ich.) Da die …

Über Waldfeen und Baumelfen

Habt Ihr schon mal etwas von „mori kei“ gehört? Dieser Begriff stammt aus dem Japanischen. Mori = Wald und kei = Stil, frei übersetzt ist „mori kei“ ein besonders in der japanischen Modeblogger-Szene anzutreffenden Trend, sich erd- und naturverbunden zu kleiden. Leicht fallende Gewebe, eher zu viel als zu wenig Stoff, sanfte Farbtöne, viel Grün, Braun und Grau. Im Land der aufgehenden Sonne steht „mori kei“ aber nicht nur für einen bestimmten Style, sondern für ein ganzes Lebensgefühl. Sich nicht einengen lassen, sich nicht in den Grossstadtfluchten verlieren, aus dem Alltag ausbrechen, frei und selbstbestimmt leben – und vielleicht zu einer Waldfee oder einer Baumelfe werden… Als das kanadische Indie-Sewing-Label Elegance&Elephants ein neues Kleidchen vorstellte und es auch noch „Mori Dress“ nannte, musste ich sofort an „mori kei“ denken. Keine falsche Assoziation, wie sich herausstellte. Heidi, die Schnittmusterdesignerin, hat tatsächlich all die typischen Elemente aufgegriffen, die den japanischen Stil so einzigartig und zauberhaft machen. Dass es das Kleidchen nun auch in deutscher Übersetzung bei Näh-Connection gibt, freut mich ganz besonders. Das Mori Kleid ist anders, es setzt …

Knickerbocker-Alarm

Es gibt Leute, die horten jahrelang tonnenweise Stoff, um dann irgendwann einmal das perfekte Design für einen bestimmten Schnitt zu haben. Die anderen sehen einen Stoff – und wissen sofort, was daraus werden soll. Ich gehörte jahrelang in die erste Kategorie. Ein Stoff-Messie aller erster Güte. Aber irgendetwas hat sich geändert, seit ich diesen Blog habe. Als ich diesen wunderbaren Babycord „Heart of Gold“ (by Elizabeth Olwen) für Cloud9 Fabrics in der Eulenmeisterei entdeckte, wusste ich sofort, dass er eine Knickerbocker-Frida werden will. Knickerbocker-was?  Ursprünglich nannte man so Hosen, deren Stoff bauschig bis kurz unters Knie fielen. Diese Art der Schnittführung war praktisch für Leute, die öfter mal auf ihren Knien herumrutschen mussten, also Fussballspieler oder Wanderer. Der Unterschenkel wurde züchtig von hohen Strümpfen bedeckt. Die Knickerbockers, ursprünglich aus Leder, später dann auch aus Tweed gefertigt, waren besonders in den 1910er und 1920er  Jahren der Renner. Interessanterweise durften auch Frauen so herumlaufen.   2 Als Milchmonster eine Knickerbocker-Frida in ihr Programm aufnahm, jauchzte mein Retroherz. Der Rest ist schnell erzählt: Frida plus superschöner Stoff plus gut …

Eine kleine Wanda

Seit einigen Wochen näht die Welt „Wandas„. Wanda, so heisst ein im vergangenen Herbst veröffentlichtes Schnittmuster von Schnittgeflüster. Ich muss gestehen: Anfangs war mir nicht klar, warum diese eher simple Vorlage auf so viel Anklang stiess und immer noch stösst. Das Konstruktionsprinzip von Wanda ist weder innovativ noch revolutionär: Man nehme ein simples Oberteil uns setze einen gerafften Rockteil an. Fertig. Variationsmöglichkeiten gibt es nur im Rahmen der üblichen Anpassungsmöglichkeiten, also länger = Kleidchen, kürzer = Tunika. Nachdem ich eine Wanda genäht habe, vollführe ich hier gerne die Rolle rückwärts: Obwohl  – oder gerade weil – der Schnitt wenig aufregend ist, ist er so brauchbar. Die A-Linie passt gut zu allen Körperformen, die schwingende Form engt die Kinder nicht ein. In den USA würde man Wanda ein „Play Dress“ nennen, also ein Spielkleidchen. Ich habe im Netz viele pastellfarbene Wandas entdeckt. Eigentlich schade, denn der Schnitt ist geradezu perfekt, um auch auffälligere Stoffe in Szene zu setzen. Ich zeige euch hier den wunderbaren Biojersey „Evening Knit“aus dem Hause Monaluna. Das kleine kalifornische Unternehmen produziert Web- …

Jerseykleid Lisa

Das Jerseykleid „Lisa“ von Fabelwald ist meine Entdeckung des Monats Februar. Das Schnittmuster vereinbart all die guten Dinge, die ich beim Nähen schätze: 1. einfache Schnittführung, gute Passform 2. verschiedene, bereits im Paket enthaltene Variationsmöglichkeiten 3. viele Ansatzpunkte für Schnittmuster-Hacking Ich habe mich hier für die Standardausführung von „Lisa“ entschieden. Heisst: ein Kleid in A-Linien-Form, Grösse 134, mit zwei aufgesetzten Taschen. Der verwendete Stoff ist von Lillestoff, das wunderbare Retro-Design stammt aus der Feder von Pamela Hiltl von Enememeins. Der Stoff ist noch vereinzelt z. B. über Dawanda erhältlich. Die Hals- und Armbündchen bzw. die Verblendung an den Taschen sind nicht mit Bündchen, sondern ebenfalls mit einem unifarbenen Jersey aus meinem Vorrat gemacht. Warum? Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Bündchen manchmal too much sind. Gerade im Zusammenhang mit Armstulpen. Die doppelte Lage, die Enge – nicht gerade das schönste Tragegefühl. Deswegen Jersey. Apropos Armstulpen. Wer das nachmachen will, muss die Ärmel kurz unter dem Ellenbogen kürzen. Nun braucht ihr zwei Masse: Umfang auf Höhe Handgelenk und Umfang unterhalb Ellenbogen. Der Stoff wird gewissermassen X-förmig …