Nähen
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Keine Angst vor Badelycra

Ich kann es gar nicht oft genug betonen, dass es nicht schwierig ist, Badebekleidung zu nähen. Das habe ich bereits vor einem Jahr erklärt. Ich wiederhole das gerne auch 2017 wieder. NO ROCKET SCIENCE, PEEPS!

 

Ihr braucht einfach nur ein wenig Mut und vielleicht noch einen Rollschneider, denn damit gelingt der Zuschnitt exakter. Alle Tipps und Tricks rund ums Nähen findet Ihr in meinem ersten Badebekleidungsposting.


Da immer mehr Stoffanbieter auf den Lycra-Zug aufspringen, gibt es mittlerweile auch in Europa eine ordentliche Auswahl an dehnbaren Stoffen für diesen Zweck. Doch Vorsicht: Nicht alle Materialien sind gut genug für den Job. Das Anforderungsprofil ist beachtlich. Guter Lycra muss bielastisch sein, um sich an den Körper anzuschmiegen, er muss den Grossteil der UV-Strahlen abhalten können, Sonne, Chlor und Salzwasser trotzen und dabei nicht zu dünn gestrickt sein. Es gibt nämlich nix Ätzenderes, als einen neuen Badeanzug, der nach zweimaligem Rutschen über die Poolkante schon fadenscheinig am Hintern ist…


Ich bin im Zweifelsfall IMMER für Qualität. Ihr seht hier den bordeauxfarbigen Lycra „Nelly“ aus dem Hause Swafing. Für mich die Entdeckung des Sommers, da bei dem Stoff (für mich) einfach alles stimmt. Der Swafing-Lycra ist qualitativ hochwertig, ist in einer Vielzahl von Farben lieferbar und hat eine mattere und eine schimmernde Seite. (Dass ich Euch bald auch noch ein Badekleidchen für mich aus demselben Stoff zeige, muss aber vorerst vertraulich behandelt werden, okay?)


Ihr bekommt das Schnittmuster „Cosi Swimsuit“ des australischen Indie-Labels Sewpony (in deutsche Übersetzung wie immer bei Näh-Connection). Dort findet Ihr auch eine Übersicht der vielen im Schnitt enthaltenen Varianten. Nur so viel: Es gibt eine Trilliarde Möglichkeiten, eine cooler als die andere. 


Was dort aber fehlt, ist mein Mini-Hack. Ich habe nämlich die Rüsche doppelt genäht. Ein Mal in Bordeaux (gemäss Schnitt) und ein zweites Mal aus einem pinkfarbenem Lycrarest von Boo!Designs, allerdings um 2 Zentimeter gekürzt. So entsteht ein süsser Tutu-Effekt. Meine Tochter ist jedenfalls begeistert. 


Schnitt: Cosi Swimsuit von Sewpony (in deutscher Übersetzung bei Näh-Connection)
Badkappe: via Amazon
Sponsoring: Der dunkelrote Lycra wurde mir von Swafing für Testzwecke zur Verfügung gestellt.
Verlinkt bei Kiddikram

2 Kommentare

  1. Und ich traue mich trotzdem noch immer nicht (mehr) an Badekleidung 😛
    Meine Bewunderung also für dein Nähwerk, und die Kappe dazu schaut absolut cool aus!

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