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Betonliebe

Ich bemühe mich immer um passende Fotohintergründe. Bunte Hauswände, Container und Holzscheunen. Ihr kennt das schon. Am liebsten mag ich aber den Industrie-Chic nackter Betonwände. Oftmals passt das raue, ungeschönte Grau aber nicht zum Nähwerk. Manchmal aber eben doch.

Ich zeige Euch heute einen weiteren Pamoritz (Ki-ba-doo). Herr Leinenbach mag diesen Männerschnitt total gerne, und obwohl es mittlerweile etliche Pamoritze in seinem Kleiderschrank gibt, schaffen es die „Jungs“ eher selten auf den Blog. Ist auch gar nicht so einfach, das neu entstandene Objekt (Shirt) samt Subjekt (Mann) plus Ausrüstung (Kamera) zeitgleich in Position zu bringen.

Diese Version hier wollte ich Euch aber nicht vorenthalten. Ich habe den Schnitt in Grösse L genäht, längenmässig aber auf M gekürzt, ansonsten keine Änderungen. Die Passe halte ich persönlich gerne unifarben, aber das ist Geschmacksache.

Die Streifen in Graublau kommen von Nosh. Das Stoffbüro, mein Haus- und Hoflieferant, hat noch kleinere Mengen von diesem Design an Lager, bei Nosh direkt ist es hingegen vergriffen. Da es keinen Nosh-Blauton zu den Streifen gab, hat mir Frau Stoffbüro den fast zu hundert Prozent passenden,hauseigenen Unijersey im Farbton „Meerblau“ (hergestellt von Albstoffe fürs Stoffbüro) ins Paket gelegt. Danke, Catrin :*

Jetzt noch ein paar Worte zum Thema „Nähdrama – es passiert mir immer wieder“. Das Shirt war eigentlich schon fertig, die Armbündchen sauber mit der Coverlock gesäumt. Auf der Zielgeraden dachte ich noch: Och, komm, schnipple ich doch noch schnell die 4mm (!) Stoffüberstand aus den Ärmelinnenseiten weg. Schnippschnappratsch! Ich bin mir sicher, ihr kennt es ebenfalls, das Geräusch des Schreckens. Es ist wie Musik, wenn es ums Zuschneiden geht. Es wird zu einem lauten Schrillen, wenn man ein Projekt eigentlich abgeschlossen hat und dann versehentlich in den Stoff säbelt.

Im ersten Moment hätte ich das Shirt am liebsten komplett verschnitten, so wütend war ich auf mich selbst. 4 Millimeter! Echt jetzt? Glücklicherweise war das Gemetzel eher am Ärmelrand. Und natürlich waren die Ärmel jetzt zu kurz, um sie einfach erneut zu säumen. Da kam mir die Idee mit dem Einfassen. So geht kein Stoff „verloren“ und so ein bisschen Kontrast ist auch noch schön. (Das schreibt sich jetzt locker flockig, da es wirklich gut ging, aber ich sage es Euch…). Wie auch immer: Alles wird gut.

Schnitt: PAmoritz von Ki-ba-doo
Stoff: Streifen in Grau-Blau von Nosh, Unijersey „Meerblau“ von Albstoffe fürs Stoffbüro (beides via Stoffbüro)

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