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Lotte Martens Fabric

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I love the clean and pure Scandinavian style. Our home looks like a showroom for Hay/Muuto/Norman Copenhagen/Marimekko/Ferm Living, and of course Ikea. When I found this fabulous wallpaper there I went ballistic and bought 200 square meters. In the end we did only 3 meters with it, but it sure looks like more. Bam!

Ich liebe skandinavisches Design. Ihr könnt es Euch vermutlich schon denken, aber unser Zuhause sieht ein bisschen wie ein Showroom für Hay, Muuto, Norman Copenhagen, Marimekko und Ferm Living aus. Und selbstverständlich auch nach Ikea. Als ich diese Tapete dort entdeckt habe, bin ich förmlich durchgestartet. Im Keller liegen noch etliche Rollen… Verklebt haben wir am Schluss zwar nur drei Meter Wand, aber es knallt auch so total.

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Fringe Binge

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If you ask me to name THE pattern of the year I would immediately say „Fringe„. The Fringe Blouse&Dress by Californian indie label Chalk and Notch has is all: It fits extremely well, it’s versatile and can be sewn both with woven and knit fabric (please follow my friend Barbara aka Walliba and you’ll see the proof soon). Long story short: It’s frickin‘ gorgeous.

Fragt mich mal nach DEM Schnitt des Jahres 2017! Klar Antwort: Fringe (Blouse und Dress). Der Schnitt stammt vom kalifornischen Indie Label Chalk and Notch und hat in meinen Augen alles, was ein echter Knaller braucht: Fringe sitzt super gut, ist vielseitig abwandelbar und kann sowohl aus Web-, als auch aus Maschenware genäht werden (den Beweis gibt’s bald bei meiner Bloggerfreundin Barbara von Walliba), kurzum: Das Teil ist verdammt cool.

I made several Fringe dresses, still going strong. Today I show you version B in dress length with front waist ties, pockets and buttoned up sleeves. If you want to learn more about the construction and the final fit please hop over to the Curvy Sewing Collective. I placed a detailed review there.

Ich habe diverse Fringes gemacht. Fringe-Binge trifft es also ganz gut. Heute zeige ich euch Version B als Kleid, mit Bindebändern, die in den vorderen Abnähern entspringen, hochgeknöpften Ärmeln und Seitentaschen. Wenn ihr mehr über den Sitz des Schnittes, seine Konstruktion und meine Anpassungen (es sind nicht viele) erfahren wollt, dann surft doch geschwind rüber in die USA zum Curvy Sewing Collective. Dort habe ich den Schnitt ausführlich besprochen. Hier entlang!

It’s kind of silly to talk about fabric like it’s a treasure, worth a fortune. Normally I laugh about the fabric petters, huggers, fondlers. But not with this beautiful sateen Naomi Ito (=Nani Iro) designed for Kokka fabrics. I guess you can understand how happy I am that the print became a perfect Fringe (and not an ill fitting whatever). I got my meters btw from Miss Matatabi.

Normalerweise finde ich es oberaffig, über Stoffe zu reden, als seien es Kostbarkeiten (oder geliebte Haustiere), die man streicheln und anschmachten muss. Ich glaube, ich hatte auch mal erwähnt, dass in meinem Haushalt nur Brote und Käselaibe angeschnitten werden – und mit Sicherheit keine Stoffe. Bei diesem Druck mache ich aber eine Ausnahme. Ich könnte vor Glück in die Knie sinken, wenn ich an diesen Nani-Iro-Satin denke. Naomi Ito, die Wasserfarbenkünstlerin, die in Japan unter dem Label Nani Iro für Kokka designt, hat sich hier selbst übertroffen. Das Design heisst übrigens Rakuen Sateen Marjorca (sic!). Ich habe meinen Stoff direkt in Japan bei Miss Matatabi bestellt. Was bin ich froh, dass der Stoff in so einem Wahnsinnskleid (und nicht als Schrankleiche) gelandet ist.

As people keep asking me about the substrate which is called „sateen“, I’ll try to explain a bit. It’s by no means like the European sateen/satin. I would rather compare it to rayon. There is only a slight shine to it, not like cheap sateen sheets. Think about silk without being delicate, about patchwork cotton but more drapy, or about double gauze but more stable. I really liked to sew with it.

Die Leute fragen mich öfter, was genau man sich in dem Fall unter dem Begriff „Satin“ (englisch „sateen“) vorzustellen hat. Also sicher nicht so ein billiges Spannbetttuch in Satin-Optik (wie der Aldi sie gelegentlich feilbietet). Dieser Stoff hier glänzt nicht irre. Und er knistert auch nicht bzw. lädt sich nicht elektrostatisch auf, wenn man ihn reibt. Am besten, ihr vergesst den Begriff „Satin“ komplett, denn er ist für Deutschsprachige irreführend. Ich würde sagen, es ist eine Art veredelte Webware, von der Haptik her ähnlich wie Viskose, mit einem gewissen Stand, aber nicht so brettig wie Patchwork-Webware. Die Farben leuchten intensiver als bei einem normalen Stoff, was ich auf die etwas glattere Oberfläche zurückführen würde.

Prepare youself! There are more Fringes to come. I call this phenomen Fringe binge 😀

Macht euch also bereit, es wird hier noch weitere Fringe Kleider geben. Ich nenne das Phänomen Fringe Binge 🙂

Pattern: Fringe Blouse&Dress (Chalk and Notch)

Fabric: Rakuen Sateen Marjorca (sic!) (Nani Iro/Kokka)

The German Wonder Jacket makes me wonder…

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Here it comes the pattern almost everybody in Germany, Austria and Switzerland gushes about: the Frau Ava Coat. Although German indie label Hedi näht published Frau Ava (and a kid’s version named Ava as well, look here) over a year ago the pattern is the hottest thing right now.

Da isser, der Schnitt, wegen dem gerade alle kollektiv durchdrehen: Frau Ava von Hedi näht. Der Mantel ist zwar schon vor einer Weile erschienen, aber der Hype hat erst diesen Herbst angefangen. Ich habe vor ein paar Monaten bereits die Kinderversion Ava genäht, die hier im Hause sehr geliebt wird. Read More

Two First Day Dresses

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These last days were eventful. Between writing articles for my day job and  blogging I also prepared our garden for winter time (you don’t want to see my fingernails…), looked after the kids (fall holidays) and worked a bit on my homepage.

Mann, Mann, Mann, die letzten Tage und Wochen waren echt anstrengend. Ich habe jede Menge Text verfasst, genäht, gebloggt, den Garten winterfest gemacht, an meiner Homepage gebastelt und nebenbei auch noch meine Kinder bespasst (da Ferienzeit).  Read More

Discovering new Fabric Sources

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Can you name a couple of big European fabric producers/wholesalers? I sure can. Let me drop some names: Swafing, Hilco, Stenzo. There are smaller brands/designers as well, like Nosh, Atelier Brunette, Lotte Martens or Copenhagen Print Factory. I think I’ve a pretty good idea what’s out there. (At least that’s what I’ve thought.) Along came Edi-Tex

Könnt ihr ein paar wichtige europäische Stoffgrosshändler/-produzenten aufzählen? Also, ich kann das: Swafing, Hilco, Stenzo und so weiter. Und dann gibt es die kleineren Player wie beispielsweise Nosh,  Atelier Brunette, Lotte Martens oder Copenhagen Print Factory. Ich dachte wirklich, ich würde sie fast alle kennen… Bis ich das erste Mal von Edi-Tex hörte. Read More

Rope Bowls im Ombre-Look

Nun hat es mich auch erwischt: Ich bin im Seilfieber und nähe ab sofort alle Körbe selbst. Das ist easy-peasy schnell erledigt und führt zu wunderbaren Ergebnissen. Denkt nur daran, viel Seil und viel Garn einzukaufen… Mein Rope-Bowl-Tutorial ist wie immer bei „Miss L.“ im Schweizer Migros-Magazin erschienen. Ihr findet es hier.

DIY-Gürtel

Wollt ihr euch auch ab sofort eure eigenen Gürtel machen? Kein Problem! Ihr braucht neben einem Riemen, einer Schnalle und Nieten nur ein paar Werkzeuge. Und schon kann es losgehen. Zum dazugehörigen Tutorial geht’s hier entlang.

 

 

The Picea Cardigan

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It’s fall season. Although I kind of like this time of the year I always struggle a bit when it comes to picking the adequate clothing. It’s often too warm for a jacket and simultaneously too cold for a t-shirt only style. In other words: fall equals cardigan time.

Herbstzeit. Obwohl ich es mag, wenn die Farben wärmer und die Wälder bunter werden, habe ich jedes Jahr dasselbe Problem: Was ziehe ich an? Es ist zumindest im Zürcher Oberland oft noch zu warm, um gleich die Winterjacke herauszukramen, aber definitiv zu frisch, um nur mit T-Shirt herumzulaufen. Westenzeit! Neudeutsch heisst das übrigens Cardigan 😉 Read More

This is Else

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If you’re not from Germany, Austria or Switzerland, you might have no idea what Else means. It’s a name, a short version of Elisabeth, and is pronounced Ell-say. For decades Else was just a name till the designer behind German indie label Schneidernmeistern decided to name her new dress pattern Else. This was two or three years ago. Since then the sewing community is really obsessed with ‚Else‘ and all the cool add-ons that come with the pattern. Everybody knows Else, almost everybody owns the Else pattern – Elses everywhere.

Ich vermute, jeder, der näht, kenn die „Else“. Der It-Schnitt von Schneidernmeistern war allerdings immer unerreichbar für mich. Die Else geht im Original nämlich nur bis zur Grösse 46. Grmpf.  Read More

„I wanted to sketch my sewing ideas“

Hello sewing peeps! Today it’s not about me sewing garments. For once I did something what is normally part of my day job as journalist: I interviewed Erica Schmitz. (Erica who? No idea if English speaking people realize, how ordinary the name ,Schmitz‘ for German speaking folks is. But trust me, this Schmitz woman is someone you need to know more about. Especially if you like good ideas, that will make your sewing adventures easier and more exiting.) Read More

Penny Dress around the World

Here I am again writing a blog post in English. That was not the plan, at least not from the beginning. (You need to know that my language skills are based on nine years of school English and steamy romance novels from the States. So please be gentle with me.) I’m on my way to change my whole blog from mainly German to mainly English (with some German exceptions). I realized that my readers are not only from Switzerland or Germany, but from all around the world, Stahlarbeit (which translates to steel work by the way) isn’t that small anymore as well. So that is that. Please let me know how you feel about this! Read More

First-Day-Bluse

Ein kleines Geständnis: Ich hasse Reissverschlüsse und nähe stattdessen lieber zehn Knopfleisten. Nicht, dass ich die Sache mit dem Zipper nicht grundsätzlich könnte. Aber diese Zähnchen, die perfekt ineinandergreifen und (im Idealfall) zwei Seiten perfekt verbinden, machen mir Angst. Da lobe ich mir die Zuverlässigkeit von Knöpfen. Read More

Gutes Design ist keine Leihgabe

Wenn Kinder etwas sehen, das ihnen gefällt, wollen sie es haben: „Einen klebrigen Lutscher, bitte.“ Spätestens im Erwachsenenalter sollten aber alle ein Gespür dafür entwickelt haben, dass  man eben doch nicht alles haben kann. Ein kleiner Teil der Stoff- und Schnittdesigner meistert diesen Entwicklungsschritt aber nie. Wenn es darum geht, ein neues Muster oder ein Design auf den Markt zu bringen, fallen bei ein paar Wenigen alle Hemmungen. Ich könnte aus dem Stand fünf Schnittmuster und Stoffdesigns aufzählen, die bis ins Detail abgekupfert wurden. Beim Ideenklau gibt es alles, vom dezentem Mopsen im Ausland (Wen interessiert , dass das neue Kleid exakt wie das eines skandinavischen Labels aussieht?) bis hin zum dreisten Plagieren bekannter Designs. Die Ertappten fühlen sich kein bisschen schuldig, da sich „ihre“ Designs gerade genug von der Vorlage unterscheiden, dass das Copyright nicht mehr greift…“ Ideenklau ist kein Kavaliersdelikt. Natürlich kann man das Rad nicht neu erfinden, eine Hose besteht immer noch aus zwei Beinen. Aber ich erwarte von Kreativen, dass sie etwas Eigenes kreieren. Ohne geistige Leihgaben.

 

Warum alle Blau lieben

 Jeden Monat denke ich: Dieses Mal mache ich mit, dieses Mal bin ich dabei. Und immer kommt etwas dazwischen. Entweder eine für mich untragbare Farbe („Weiss“ —> darin sehe ich aus wie ein Camenbert), eine fiese Grippe (Hatschi!) oder einfach nur der ganz normale Alltagswahnsinn. Doch jetzt, im sechsten Anlauf, hat es geklappt. #12coloursofhandmadefashion, here I am! Heute machen wir es mal anders als sonst: Ich erzähle Euch nur ganz kurz, was ich genäht habe, denn – abgesehen vom hier benutzten Hamburger-Liebe-Stoff „Dotties“ – wisst Ihr schon alles über den Schnitt. Mal wieder ein Turner Dress von Cashmerette, dieses Mal mit Kappärmelchen. (Weitere Varianten meines Lieblingsschnittes findet Ihr hier und hier.) Read More

Betonliebe

Ich bemühe mich immer um passende Fotohintergründe. Bunte Hauswände, Container und Holzscheunen. Ihr kennt das schon. Am liebsten mag ich aber den Industrie-Chic nackter Betonwände. Oftmals passt das raue, ungeschönte Grau aber nicht zum Nähwerk. Manchmal aber eben doch.
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Cool Britannia

Ist sie jetzt total durchgeknallt? Postet Bilder von einem Mantel aus superwarmem Wollwalk? Jetzt? Am wärmsten Tag des Jahres 2017? Ähm, ja. Es ist eigentlich ganz einfach: Ich konnte nicht bis zum Herbst warten. Das Ava-Jäckchen ist einfach zu schön geworden, um es noch monatelang einzumotten. Ausserdem plant die ordentliche Handarbeiterin bereits jetzt die Wintergarderobe, oder?
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Coffee+Thread Tour 2017

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Dieses Posting ist zweisprachig verfasst, auf Englisch und auf Deutsch.  

When Olga from the American indie label „Coffee+Thread“ calls, I have to follow. It’s as easy as this. I love her designs (and I kind of love Olga, the mom of four, who has a great sense of humor). No surprise that I have almost sewn all her patterns – except the Ila Dress. The decision to sew one up for her big Coffee+Thread tour was easily made. Ila has that special 1960 attitude: A-line, no ruffles (yay!) and stylish little front pockets.

Wenn Olga, die Designerin des amerikanischen Indie Labels „Coffee+Thread“ eine grosse Blogtour veranstaltet, dann muss ich einfach mitmachen. Ich mag ihre Schnitte total gerne (und ich mag Olga und ihren unerschütterlichen Humor… so muss man wohl sein, wenn man vier Kinder hat). Ich habe schon fast alles von ihr genäht, bis auf das Ila Kleid. Das ist ein relativ einfacher Schnitt, A-Linie, Sixties, kein Gerüschels (yay!) und coole Taschen.

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Fifties forever!

In meiner privaten Zeitrechnung gibt es ein Leben vor dem Nähen – und eines seitdem. Früher stand ich regelmässig in grell ausgeleuchteten Läden und träumte von Klamotten in „meinen“ Farben und meiner Grösse. Der Aufprall auf dem Boden der Tatsachen war jeweils hart: Ich habe oft schlecht sitzende Teile in Kompromissfarben („Schwarz steht allen“) gekauft. Die Alternative wäre ein Heulkrampf in der Umkleidekabine gewesen. Eben. Read More

Mein Meisterstück

 Ich habe es tatsächlich geschafft. Nach einem ewig langen Anlauf ist mein wunderbarer Wind-und-Wetter-Parka (in Fachkreisen auch WWP genannt) endlich fertig. Aus dem ursprünglichen Herbstprojekt ist zwar ein Frühlingsmäntelchen geworden, aber: Who cares?

Der berühmte Wind-und-Wetter-Parka war schon lange auf meiner Liste. Das Doofe war bisher nur, dass Svenja, die Inhaberin des Indie-Labels Lotte&Ludwig, das Ding ursprünglich nur bis Grösse 44 gradiert hat. Da passe ich auch unter Zuhilfenahme eines Schulöffels nicht rein. Da anscheinende viele Kundinnen eine Grössenerweiterung angeregt haben, gibt es das gute Stück seit ein paar Monaten nun bis zur Grösse 48. Perfekt.

Bevor ich in die Details gehe: Mein dunkelblauer WWP ist zum Niederknien schön geworden. Ich habe noch NIE etwas so Komplexes und gleichzeitig so Wunderbares hergestellt. Was mir besonders gefällt ist die Silhouette. Von vorne wird die Taille betont, der High-low-Saum sieht von der Seite ausserdem sehr sportlich und modern aus.

Wie so oft bei Lotte&Ludwig muss man als Kundin erst Mal eine Million Entscheidungen treffen. Näht man die lange Parka-Version oder doch lieber das kurze Anoräkchen? Mit dickem oder nur „normalem“ Futter? Mit oder ohne Kapuze? Mit oder ohne Passe? Reissverschlussblenden oder eben nicht? Aufgesetzte Taschen oder Pattentaschen? Vielleicht sogar ganz ohne Taschen? Paspeln, anderer Schnickschnack oder die nackte Variante? Will man einen leichten Funktionsstoff verarbeiten, oder darf es auch ein englischer Tweed sein? Auch ganz wichtig: Welche Kordeln, Knöpfe etc. sucht man aus?

Ich habe die lange Version mit normalem Futter und Schulterpassen, aufgesetzten Taschen und Kapuze hergestellt. Ich wollte besondere Details, wollte es aber gleichzeitig auch nicht übertreiben. Deswegen gibt es zwar Kontrastnähte, aber eben nicht aus güldenem Garn. Und die 27 Knöpfe, die ich für ca. 200 Euro gekauft hatte, liegen nun immer noch in meiner Schublade. Weniger ist halt doch gelegentlich mehr. Die Entscheidung, die Taschenklappen nicht zu bepaspeln, habe ich übrigens bewusst gefällt. Ich wollte die Hüfte nicht optisch hervorheben.

Ich bin eine dieser freakigen Menschen, die immer alles anfingern müssen. Bei mir ist es besonders schlimm bei Stoffen. Ich habe diesen dunklen Kokka Canvas gesehen, befühlt, in Anbetracht der schweren, etwas steifen Haptik vor Glück gejuchzt und schwupps! war er mein. Dunkelblau ist jetzt aber nicht gerade die Revoluzzerin unter den Farben. Ihr kennt mich, ich bin sonst sehr bunt. Also musste das Futter es irgendwie rausreissen.

Ich denke, das ist gelungen, hahaha. Der japanische Koi-Stoff ist das Gegenteil von langweilig. Ich kann mir eigentlich keinen anderen Verwendungszweck als fürs Futter vorstellen. Es sei denn, man steht auf Hermès-Tücher (also ich nicht). Eine Sache möchte ich aber betonen: Ich wollte bewusst einen Futterstoff, der eine farbliche/ästhetische Verbindung zwischen meinen rötlichen Haaren, meinem hellen Teint und dem dunklen Canvas herstellt. Hat geklappt. Ach, ja, die Futterärmel sind aus „echtem“ Futterstoff. Das ist deswegen schlau, weil es sonst nicht so rutscht.

Das Innenleben einer Jacke ist fast noch spannender, als das Äussere. Und weil das so ist, habe ich beim Interieur-Design die Sau rausgelassen. Hier ist er, der Goldfaden. Und endlich durfte meine Nähmaschine auch mal ein schwülstiges Muster machen. Die Idee für so ein Fake-Schild habe ich übrigens meiner Näh-Freundin Leslie von Threadbear Garments geklaut bzw. abgewandelt.

Hier noch ein Bilchen von hinten. Und eines vom Tunnelzug. Verändert habe ich am Schnitt übrigens nix (bis auf 2cm mehr Ärmellänge). Auch ein seltenes Erlebnis.

Mir bleibt jetzt nur noch, Tschüss zu sagen. Ich grinse mich mal weiter durch den Tag. Ähm, ja, und da ich bald in London bin, steht die Anschaffung von drei bis vier Metern Harris Tweed ganz oben auf meiner Liste. Für einen WWWP, einen Winter-Wind-und-Wetter-Parka. Ihr wisst ja, man muss früh anfangen 🙂

Schnitt: Wind-und-Wetter-Parka von Lotte&Ludwig

Stoff: dunkelblauer Canvas von Kokka, Futterstoff aus Japan, beides über Kiseki

Verlinkt bei: RUMS

Frühlingserwachen

Ich habe den Winter sooo satt. Her mit der Sonne, der Wärme und vor allem mit den Farben! Geht es Euch auch so? Ja? Na, dann habe ich was Schönes für Euch: die neue Frühlingskollektion des Stoffbüros ist seit wenigen Tagen online. Und da so ein Fotoshooting gemeinsam viel mehr Spass macht, haben meine Nähfreundin/Bloggerkollegin Frölein Tilia und ich wieder gemeinsam genäht und geknipst. (Bereits zum dritten Mal, siehe hier und hier.) Enjoy! Read More

Pullikleid oder Kleiderpulli

Es gibt viele Schönheitsoperationen, für die ich eine Kandidatin wäre. Oberlid-Korrekur? Yes. Wurstfinger-Verschmälerung? Definitiv! Doppelkinn absaugen? Sehr gerne. Einen Eingriff kann ich aber definitiv von der Liste streichen. Ich werde NIE eine Hinternvergrösserung brauchen. Hallo, Kim, Beyoncé und Nicki Minaj, ich bin wie Ihr!  Read More

Waterfall Raglan für Damen

Ich habe ein Faible für Designer, die ausgetretene Pfade verlassen, die uns etwas Neues anbieten, uns Entwürfe vorlegen, die (noch) ungewohnt sind. Gabriela vom kalifornischen Indie-Label Chalk and Notch ist für mich die Königin dieser Disziplin. Die Schnittdirektrice hat nun mit dem Waterfall Raglan Top and Dress erneut einen Schnitt veröffentlicht, der schon bald von anderen kopiert werden wird…
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A merry little Christmas

Heute gibt es wenige Worte, denn heute ist Heiligabend. Und ich habe noch sooo viel zu erledigen bis zur Bescherung. War ja klar. Weihnachten kommt immer so unvermittelt… Ich lasse Euch ein paar Fotos meines kleinen Christkindes da. Und wünsche Euch auf diesem Weg alles erdenklich Gute, sowohl für die Festtage, als auch für das neue Jahr. Danke für ein Jahr Stahlarbeit, Danke, dass Ihr mit so viel Ausdauer meine Texte lest, meine Fotos anschaut – und die von mir gezeigten Schnitte nachnäht. (Okay, Idealfall ;))


Heute zeige ich Euch mein erstes selbst genähtes Weihnachtskleidchen. Obwohl weder der geblümte Stoff von Cotton + Steel (Kollektion Lucky Strikes, Design: Kimberly Kight), noch der gepunktete Kombistoff von Rowan Fabric (Design: Kaffe Fasset, „Spot Taupe“) besonders festlich sind, ergibt sich in Kombination mit Bubikragen, Puffärmelchen, einem weiten Rockteil und einem Freestyle-Tüllrock ein stimmiges Gesamtbild.

Habe ich diesen letzten Satz wirklich so geschrieben? Lieber Himmel, das muss am Weihnachtsstress liegen. Leute, was ich eigentlich sagen wollte: Ich liebe es so, wie es ist. Und ich finde es total festlich. 


Fragt mich jetzt nix zu dem Tüllrock. Geplant war eigentlich noch ein Tutorial, wie genau man das macht. Aber irgendwie habe ich die Kurve nicht gekriegt. Ausserdem – und das sieht man sehr schön auf dem Bild unten – ist ein Teil des Tülls aus der Naht geflutscht und hängt jetzt etwas runter. Ich gelobe, das für ein Tutorial besser zu machen. Das Weihnachtskleidchen ist auch ein Kletterkleid.

Und ein Tanz-Tanz-Tanzkleid.

Der Schnitt zum Weihnachtskleidchen stammt aus der Feder des australischen Designerin Suzanne alias Sewpony, einem meiner Lieblingslabel. Sie nannte ihren neuen Entwurf Tic Tac Toe Dress. Ein passender Name, zumal das Schnittmuster viele Kombinationsmöglichkeiten enthält.

Ich habe mich für die einfache Variante ohne Teilungsnähte entschieden. (Mini-Hack: Die Puffärmel sind im Original nur in kurzer Version enthalten. Ich habe das ungepuffte Langarmschnittteil genommen, es auf Höhe der Armkugel eingeschnitten und etwas auseinandergezogen. Diesen Bereich habe ich später eingekräuselt.) Ihr seht hier die Grösse 5, verlängert auf 6.

Das Schnittmuster zum Tic-Tac-Toe-Kleidchen ist übrigens seit wenigen Tagen in deutscher Übersetzung bei Näh-Connection erhältlich. So. Und nun bin ich auch schon wieder weg.

Merry Christmas and a Happy New Year!
Bettina

 

Schnitt: TicTacToe-Kleid von Sewpony (in deutscher Übersetzung bei Näh-Connection)

Stoff: Cotton+Steel (Kollektion Lucky Strike) und Rowan für Westminster („Spot Taupe“)

Verlinkt bei: Kiddikram

Frisch gewickelt

Die Anfrage von dem Stoffgrosshändler Kurt Frowein war kurz und knackig: „Hast Du Lust, einen Brinarina-Stoffe aus der Stony Shapes-Kollektion zu vernähen?“ (Viele denken sicher: Was für eine Frage! Natürlich hat sie Lust… ) Aber so einfach ist es nicht. Seit ich blogge, folge ich vor allem einem Prinzip: Nur mit Stoffe bzw. Schnittmuster zu arbeiten, die mir auch wirklich gefallen. Wie gut, dass ich in diesem Fall keinen Millimeter von meiner eigenen Regel abweichen musste. Read More

Weihnachtsmänner, so weit das Auge reicht

Yeah! Eine Woche voller inspirierender Blogposts zum Thema „Männerschnitte“ liegt hinter uns. Heute macht die Weihnachtsmannblogtour (gesponsert vom Stoffbüro) ein letztes Mal Halt: bei Sew Mariefleur gibt es einen Hoodie samt Wikinger und Hund zu bewundern, Maarika von Liivi&Liivi zeigt ein Raglanshirt, das sie für ihren Liebsten (Hannover 96-Fan) genäht hat. Wie schön, dass ich – ähm – wir auch mit von der Partie sind.

Wo fange ich an? Vielleicht so: Ich habe bisher nie etwas für meinen Mann genäht. Denn: Damenschneider – Herrenschneider. Zwei komplett unterschiedliche Ausbildungsberufe, richtig? (Nicht, dass ich Schneiderin wäre, aber ich denke, Ihr seht das grosse Ganze. Ich meine, ich bin ja auch noch nie beim Bungee Springen gewesen. Und auch noch nie beim Tiefsee Tauchen. Ihr versteht, oder?  Read More

Bordeaux-Fuchsia-Bordeaux-Fuchsia

Also wenn das hier nicht MEINE Farben sind, dann weiss ich es nicht. Ich zeige Euch heute den brandneuen Bio-Jacquard „Strickpunkt“ in der Kombination Bordeaux-Fuchsia. Jaaaa, richtig. Im Herbst gab es bereits erste Strickpunkt-Designs, exklusiv erhältlich im Stoffbüro. Die hochwertigen Jersey-Jacquards (Made in Germany by Albstoffe) kamen bei Euch so gut an, dass es nun Nachschub gibt. Read More